Begonnen hatte das Projekt „Gotteshäuser – Häuser Gottes“ mit der Ausstellung von Dr. Michael Thiemeier Ende April diesen Jahres. Er hatte mit dem ersten Teil zu einer Zeitreise in Gotik und Romanik anhand französischer Kathedralen eingeladen. Nun steht die Gegenwart auf der Tagesordnung. Annette Rotgeri, nicht nur engagiertes Gemeindemitglied aus Bad Sassendorf, sondern gleichzeitig passionierte Hobby-Fotografin, ist regelmäßig in der Heiligen Stadt zu Gast. In Rom entdeckte sie neben den bekannten Bauwerken auch die modernen Kirchen für sich und fotografierte mit versiertem Blick Innen- und Außenräume.
Beide Ausstellungen machen deutlich: Lebenswirklichkeiten verändern sich, somit auch der Kirchbau. Gleichzeitig wird erkennbar: Zu allen Zeiten such(t)en Menschen dort nach der Gegenwart Gottes, die Erbauer hinterließen in ihrer Architektur jeweils zeitgemäße spirituelle Noten. Gleichzeitig „spielten“ sie oft mit dem Licht – ein besonderer Hauch von Transzendenz zog in die Gebäude ein. Diesen Aspekt konnte man vor allem am 1. Juli wahrnehmen, als Gemeindereferentin Martina Neuhaus (gemeinsam mit den Fotografen) mit ausgewählten Impulsen neue Horizonte erkennbar machte. Wir laden ein, bis zum kommenden Wochenende die wirklich beeindruckende Ausstellung noch zu besuchen.
Ein dritter Zyklus schließt sich im September an. Ab dem 6. September wird ein neuer Aspekt zum Thema „Gotteshäuser – Häuser Gottes“ aufgegriffen. Dann „betritt“ der Betrachter ganz andere Gebäude – wie z.B. Krankenhaus, Schule, Hospiz und Kita. Kann man dort – in diesen alltäglichen Häusern – auch Gottes Gegenwart in Form gelebter Nächstenliebe spüren? Diese Frage wird dann im Herbst (sicher positiv) beantwortet werden. Bereits zur Halbzeit gilt es einen großen Dank auszusprechen an die beiden ehrenamtlichen Fotografen Dr. Michael Thiemeier und Annette Rotgeri, die es bestens verstanden haben, durch ihre Werke andere mit in diese besondere Welt hineinzunehmen, sowie an Martina Neuhaus für die theologische Begleitung des Projektes.