Im Frühling kommen Osterglocken, Tulpen und Hyazinthen langsam, aber sicher an der Oberfläche zum Vorschein. Doch im Gegensatz zur fruchtbaren Soester Börde ist es in der Wüste eher trocken und öde, sei denn über 40 Mädchen und Jungen machen sich auch hier ans Werk. Die Gruppe – allesamt Messdiener im Pastoralen Raum Soest – traf sich Mitte März im Pfarrheim von Heilig Kreuz, wo sie von der Vernetzungsgruppe ihrer Leiterrunden willkommen geheißen wurden. Im Franz-Stock-Saal waren bereits für alle motivierten Teilnehmer Schalen vorbereitet worden, zunächst gefüllt nur mit Sand. Aufgabe war es nun, diese Schalen gewissermaßen zum Leben zu erwecken. Dazu hatten die jungen Erwachsenen einen Rundlauf konzipiert. Nach und nach füllten sich die Gefäße an vier verschiedenen Stationen – jeweils betreut von Mitgliedern aus dem Orgateam, das stets beherzt zur Hilfestellung parat stand. So wurden Zwiebeln eingepflanzt, Wege gelegt, Brunnen gestaltet und Gestrüpp in Form gebracht. Biblische Impulse und Gespräche machten jeweils in den Kleingruppen deutlich, was die Aktion mit der christlichen Botschaft verbindet. So überlegten die jungen Christen gemeinsam, was für sie Quellen des Lebens sind oder sinnierten darüber, wo durch „Gestrüpp“ im Alltag der Weg zu Gott versperrt werden kann.
Nach und nach entstanden bunte Fastengärten, die nun in den Häusern weiterblühen können. Nach dem vielen kreativen Tun kamen alle zur Stärkung wieder zusammen. Dank der Unterstützung der Eltern bot sich der Gemeinschaft ein reichhaltiges Essensbuffet mit vielen Köstlichkeiten. Im zweiten Teil des großen Ministrantentages ging es dann zu Fuß Richtung Innenstadt auf die Bowlingbahn – denn die Kids sind auch sportlich bestens aufgestellt. Beim Abholen konnten sie ihren Familien abends stolz ihre kleinen Gärten präsentieren, die sie nun weiter durch die Fastenzeit begleiten sollen. Das Pastoralteam zollt vor allem den Leitern großen Respekt, die diesen Tag engagiert und selbstständig auf die Beine gestellt hatten. Für die beteiligten Kinder und Jugendlichen war die Veranstaltung ein Dankeschön, da sie stets treu und zuverlässig in den sechs Pfarreien den Altardienst übernehmen.