Der ehemalige Leiter der integrativen Kindertagesstätte Hultop Herr Bernsen, hat von der Einrichtung erzählt, in der behinderte und nichtbehinderte Kinder zusammenkommen und alles zusammen machen. Dazu gehören neben dem Leben in der Einrichtung, die auch die Kinder therapeutisch so gut es geht, unterstützt (z. B. durch Reittherapie, Schwimmtherapie, Physio- und Logotherapie) auch gemeinsame Ferienfreizeiten und Ausflüge. So lernen die Kinder früh, dass jeder wertvoll ist und eine Würde hat und man entsprechend würdevoll und wertschätzend miteinander umgeht. Die integrative Kita Hultrop ist ein Ort, an dem Inklusion eine normale Lebensrealität ist.
Weiter haben unser Diakon Victor Schefer und ein junger Mann mit Namen Jonas, der eine Zeit im Gefängnis verbringen musste, von der Würde erzählt an einem Ort, wo Menschen in einer JVA einsitzen. Jonas hat sehr authentisch und spannend von seinem Leben erzählt: warum er ins Gefängnis gekommen ist und wie er die „Kurve gekriegt“ hat.
Insgesamt war es ein sehr eindrucksvoller Vormittag. Nachdem die Jugendlichen und das Katechetenteam sich gemeinsam bei einem Mitbringbuffet und guten Gesprächen gestärkt hatten, stellte die Polizei Hauptkommissarin Tine Müller die Initiative „Kurve kriegen“ vor, die unter 16-Jährige straffällig gewordene Jugendliche begleitet und ihnen hilft, wieder ihr Leben in gute Bahnen zu bekommen. Beeindruckend war anhand eines Beispiels, wie Jugendliche sich positiv entwickeln können, wenn man nur an sie glaubt und sie dabei unterstützt. Auch hier wurde deutlich, dass „Würde“ so wichtig ist im miteinander.
Den Abschluss bildete dann die Bestatterin Pia Böhmer von Wennerbestattungen. Als junge Frau ist sie in einem Beruf tätig, in dem es um die Würde des Menschen nach dessen Tod geht. Pia hat den Jugendlichen sehr persönlich einen Eindruck in ihre Arbeit, die manchmal sehr herausfordernd ist, gegeben. Danach wurde es dann praktisch, als sie das Bestattungsauto gezeigt und erklärt hat.
Zum Abschluss bekam jede/r Jugendliche zwei Holztafeln, mit der Aufschrift: „Würde, unantastbar“ und dem Bild einer Krone. Diese Tafeln sollen die jungen Leute daran erinnern, dass jede/r einzelne eine unauslöschbare Würde hat. Eine Tafel ist für sie selbst bestimmt und eine können sie verschenken, wo sie es passend finden.
Insgesamt war das Fazit der 16 Jugendlichen und des Katechetenteams, dass das Thema „Würde“ in unserer Gesellschaft ein elementar wichtiges ist und das jede/r einzelne dafür einstehen kann und sollte.