Das Wetter war leider nicht ganz so mutmachend – geplant war nämlich ein Open-air-Gottesdienst am Pfarrhaus, doch die Temperaturen machten den Organisatoren leider einen Strich durch die Rechnung. Alles andere war jedoch sehr stimmig. Bereits der Beginn der Messfeier war sehr bestärkend, denn die Töne der heimischen Blasmusiker erfüllten das Gotteshaus direkt mit freudigem Klang. Weiterhin kam Pastor Ludger Eilebrecht nicht allein aus der Sakristei, sieben Kinder bildeten die Altarmannschaft zur Einstimmung in das Hochfest. Ein schönes Bild für die Zukunft der Gemeinde im Chorraum von St. Luzia.
Steh auf – hab Mut! Die Worte waren im Übrigen nicht aus der Luft gegriffen, sondern stellten eine Brücke zur Bistumsstadt Würzburg dar, also dem Ort, an dem sich zahlreiche Christen und weitere Interessierte für mehrere Tage parallel zusammenfanden. Der Katholikentag lockte unter dem gleichen Motto Menschen aus nah und fern an den Main. Inhaltlich wurde in Völlinghausen der Bogen von der Situation der Jünger zur heutigen Gesellschaft geschlagen, Parallelen von Zukunftsangst und Sorgen wurden deutlich. Doch gerade die Apostel sind ein gutes Beispiel dafür, wie man trotz allem aufstehen und weitergehen kann. Denn schließlich geht der „Himmel auf – über allen auf“, wie die Gemeinde im Kanon zu den Gitarrenklängen des Pastors anstimmte.
Gedanklich verbanden sich die Gläubigen am Ende der Eucharistie noch einmal mit den Versammelten in Würzburg, indem das Begleitgebet des Katholikentages gemeinsam gesprochen wurde. Als die Klänge der Bläser verstummten, strömten die Kirchbesucher noch nicht nach Hause. Das Gemeindeteam bat nämlich alle noch zum Verweilen – bei Austausch und kleinem Umtrunk.