30.08.2022

Maria – eine liebende Mutter

Im September feiern wir gleich mehrere Marienfeste: Mariä Geburt, Mariä Namen und das Gedächtnis der Schmerzen Mariens.

„Kind, warum hast Du uns das angetan?“ (Lk 2,48) fragt Maria, als sie den zwölfjährigen Jesus im Tempel wiederfinden, nachdem er dort allein zurückgeblieben war, obwohl der Heimweg schon lange angetreten wurde. „Dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht!“ (Lk 2,48)

Maria schimpft nicht mit Jesus, obwohl sie allen Grund dazu gehabt hätte. Sie hatte sich schließlich um ihren Sohn gesorgt, der plötzlich verschwunden war. Sie wünscht von ihm eine Erklärung für sein Verhalten. Der zwölfjährige Jesus entschuldigt sich nicht, er verweist auf die Situation, in der er sich befindet und in der ihn seine Eltern wiedergefunden haben. Er ist dort, wo er hingehört, im Hause seines göttlichen Vaters.

Als Maria die Antwort Jesu hört, versteht sie ihn, sie begreift, dass es ihr nicht immer möglich sein wird, Jesus vor allem zu schützen, wenn er dem Weg seines göttlichen Vaters folgen wird – wie recht sie haben wird. Es muss für sie sehr schmerzhaft gewesen sein, wie sich Jesus immer mehr von ihr entfernt und immer mehr in Beziehung zu Gottvater tritt. Doch bis zuletzt sorgt sich Jesus um seine Mutter und will sie gut versorgt wissen, bevor er am Kreuz stirbt.

Gott unser Vater, wir sind auf die Liebe untereinander angewiesen, wir können nicht ohne Liebe leben. Hilf uns, dass wir die Beziehungen untereinander pflegen und schätzen, wie die Beziehung zwischen einer liebenden Mutter und ihrem Kind.

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