08.02.2026
St. Pankratius
Möhnesee

Lichter der Hoffnung erfüllten Pankratiuskirche

Zum Friedensgebet der Religionen war eingeladen worden und die Verantwortlichen zeigten sich beglückt vom großen Zuspruch, den ihr Angebot erhielt.

Trotz des frühlingshaften Wetters hatten sich Menschen (auch aus dem weiteren Umkreis) in dem Gotteshaus am Möhnesee eingefunden, um in dem wichtigen Anliegen religionsübergreifend zu beten. Manche Kriege sind durch die Medien sehr präsent, doch Pastor Ludger Eilebrecht, der als Hausherr begrüßte, mahnte auch, die vielen Konflikte der Welt nicht zu vergessen, über die nicht tagtäglich berichtet wird. Im Anschluss beteiligten sich Männer und Frauen unterschiedlichen Glaubens und unterschiedlicher Sprachen (arabisch, türkisch, ukrainisch) an dem einstündigen Gebet. Gleichfalls war das Projekt „Kirche am See“ in Vorbereitung und Durchführung beteiligt.

Jeweils unterbrochen durch besinnliche Musikstücke trugen alle Gedanken und Gebete aus der christlichen, islamischen, jüdischen und buddhistischen Tradition (z.T. auch stellvertretend für die Religionsgemeinschaften, die nicht anwesend waren) vor. Deutlich wurde, dass sowohl der Koran als auch die Bibel einen Schatz an Texten beinhaltet, die sich dem Thema Versöhnung widmen. Als äußere Zeichen waren die zahlreichen Teilnehmer eingeladen – darunter auch einige Kinder und Jugendliche, einen Stein – aufgeladen mit eigenen Gebetsanliegen – abzulegen, Kerzen der Hoffnung zu entzünden und ein Körnchen Weihrauch aufzulegen, als Symbol, dass auch die stillen Gedanken zum Himmel aufgestiegen sind.

Mit dem Gebet der Vereinten Nationen und einem gemeinsam angestimmten Friedenslied endete die gelungene interreligiöse Zusammenkunft. Im Anschluss wurde noch ein expliziter Dank ausgesprochen für die weiterhin andauernde Kerzensammlung für die Kriegsgebiete in der Ukraine. Viele Teilnehmer blieben noch zusammenstehen, um sich vor dem ausgestellten Bild der Friedenstaube auszutauschen – über sprachliche und religiöse Grenzen hinweg. Hierin zeigte sich, dass zumindest im Kleinen das Gebet bereits erste Früchte trug.

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