29.07.2026
Krakau
Pastoraler Raum

Krakau 2026

Die Jugendfahrt des Pastoralen Raumes ging im Sommer 2026 nach Polen.

Ein kurzer Reisebericht:

„Schon die Busfahrt nach Krakau war ein besonderes Erlebnis. Fast zwölf Stunden im Bus zu sitzen, hört sich erst einmal ziemlich langweilig an. Aber die Zeit ging viel schneller vorbei, als wir gedacht hatten. Wir haben Musik gehört, miteinander geredet, gelacht und zwischendurch versucht zu schlafen. Natürlich war das nicht immer einfach, aber weil wir uns alle auf die Reise gefreut haben, war die Stimmung richtig gut. Als wir endlich in Krakau angekommen sind, sind wir zuerst ins Hotel gegangen, um unser Gepäck abzustellen. Obwohl wir von der langen Fahrt müde waren, wollten wir am liebsten sofort die Stadt erkunden.
Nach dem Einchecken ging es direkt mit unserer ersten Stadtführung los. Wir haben das jüdische und das christliche Viertel von Krakau kennengelernt. Dabei haben wir viel über die Geschichte der beiden Stadtteile erfahren. Es war interessant zu sehen, wie unterschiedlich sie sind und welche Geschichten hinter den alten Gebäuden stecken. Zu Beginn erkundeten wir das jüdische Viertel Kazimierz. Dort erfuhren wir viel über die Geschichte Krakaus und das frühere jüdische Leben. Besonders interessant war, dass im jüdischen Viertel Szenen des Films Schindlers Liste gedreht wurden. Dadurch wurde der Stadtteil auch international bekannt und erinnert bis heute an die bewegende Geschichte der jüdischen Bevölkerung während des Zweiten Weltkriegs.

Danach hatten wir Freizeit und konnten in kleinen Gruppen durch die Stadt laufen. Manche haben sich ein Eis gekauft, andere haben Souvenirs gesucht oder einfach die schöne Atmosphäre auf den Straßen genossen. Überall waren viele Menschen unterwegs, Straßenmusiker haben gespielt und es gab jede Menge kleine Läden und Cafés.

Am nächsten Tag stand die Altstadt von Krakau auf dem Programm. Während der Stadtführung haben wir den großen Marktplatz, alte Kirchen und viele beeindruckende Gebäude gesehen. Unsere Stadtführerin hat uns dabei viele spannende Dinge über Krakau erzählt.

Danach sind wir mit dem Bus zum Salzbergwerk Wieliczka gefahren. Das war für viele von uns eines der Highlights der Reise. Tief unter der Erde gab es riesige Hallen, lange Gänge und viele Kunstwerke, die komplett aus Salz gemacht wurden. Besonders beeindruckend war die große Kapelle tief im Bergwerk. Dort haben wir sogar gemeinsam eine Messe gefeiert. Einen Gottesdienst an so einem besonderen Ort erlebt man wirklich nicht jeden Tag, deshalb wird uns dieser Moment bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben.

Ein Tag, den wohl niemand von uns vergessen wird, war der Besuch der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Schon während der Führung war es sehr ruhig, weil alle gemerkt haben, wie schrecklich die Ereignisse dort gewesen sind. Es war traurig zu sehen, was Menschen anderen Menschen angetan haben. Der Besuch hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, sich an die Vergangenheit zu erinnern, damit so etwas nie wieder passiert. Auch wenn dieser Tag nicht einfach war, war er sehr wichtig und hat viele von uns zum Nachdenken gebracht.

Insgesamt waren die ersten Tage unserer Jugendfahrt nach Krakau sehr abwechslungsreich. Wir haben viel gesehen, viel Neues gelernt und gemeinsam viele besondere Momente erlebt. Es gab lustige Augenblicke, aber auch ernste und nachdenkliche. Genau diese Mischung macht die Reise für uns zu einem Erlebnis, das wir sicher noch lange in Erinnerung behalten werden.

Am Sonntag besuchten wir das Kloster Jasna Góra in Częstochowa. Dort nahmen wir an einer Führung teil und erfuhren viel über die Geschichte des Klosters und seine große Bedeutung für Polen. Besonders beeindruckend war die Schwarze Madonna, die als eines der wichtigsten religiösen Symbole des Landes gilt. Es war spannend zu sehen, wie viele Menschen aus verschiedenen Ländern diesen Wallfahrtsort besuchen. Die ruhige und besondere Atmosphäre im Kloster machte den Besuch zu einem schönen und eindrucksvollen Erlebnis. Nach der Führung fuhren wir zurück nach Krakau und ließen den Tag gemeinsam ausklingen.

Ebenfalls ein Highlight der Fahrt war Polens größeter Wasser- und Freizeitpark Energylandia. Wir haben jede Achterbahn und Wasserrutsche genossen und da wir schonmal nass waren, machte auch der Starkregen uns nichts mehr aus.

Beim Abendessen überlegten wir, wo denn wohl unsere nächste Fahrt hingehen könnte. Denn über eines waren wir uns einig: Das was hier zwischen uns gewachsen ist, muss weiter gelebt werden. Oder wie wir es bei einem der vielen geistlichen Impulse für uns festgehalten haben: Gemeinschaft, Glaube, Vertrauen, Freundschaften, Miteinander, Zusammenhalt, Ehrfurcht und Demut.

Mit all diesen Eindrücken ging es dann für uns zurück nach Hause. Aber bei der nächsten Fahrt sind wir bestimmt wieder mit dabei!“

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