13.08.2026
Albertus Magnus
Soest

Kfd-Frauen aus Albertus Magnus gingen altem Brauch nach

Suchen – Sammeln – Binden: Diese drei Aktionen gehören wesentlich zum traditionellen Krautbundbinden dazu. Bereits einige Zeit im Voraus waren nämlich die kfd-Mitglieder schon aktiv gewesen, waren mit offenen Augen durch eigene Gärten und die Natur gegangen und hatten fleißig gesammelt.

So bot sich eine Fülle an Heilkräutern und Getreide für den dritten Schritt, begleitet vom herrlichen Duft diverser Pflanzen. Ausstaffiert mit Gartenscheren und Bändern machten sich die aktiven Ehrenamtlichen ans Werk und erstellten an die 60 Sträuße aus den wohlriechenden, heilsamen Gaben der Natur. Hintergrund des Brauches ist der katholische Festtag Mariä Himmelfahrt, der jedes Jahr am 15. August im Heiligenkalender verzeichnet ist. In einer Legende heißt es, dass aus dem Sarg Mariens – der Mutter Jesu – Blumen und Kräuter ihre Köpfe emporstreckten.

Am Samstag, der in diesem Jahr passend wirklich auf den 15. August fällt, wird zur gewohnten Zeit (18h) in St. Albertus Magnus die Messe gefeiert. Propst Dietmar Röttger wird darin die hübschen, liebevoll erstellten Gebinde segnen, um damit den Heilscharakter der Pflanzen, aber auch der christlichen Botschaft an sich, zum Ausdruck zu bringen. Vorher wird Andrea Steinhoff, geistliche Begleiterin der kfd im Soester Norden, eine historische Einordnung zur Geschichte des Krautbundbindens geben und mit einer Meditation die Segensworte einleiten.

Nach dem festlichen Gottesdienst können die Sträußchen mitgenommen werden – für das eigene Zuhause, für Menschen, die aus Krankheits- oder Altersgründen nicht zur Kirche kommen können, für die Bauernhöfe, für den Friedhof. Die Frauengemeinschaft bittet dafür um eine Spende, die (wie in der Pfarrei bereits in den letzten Jahren üblich) an das Friedenswerk Oberhausen weitergereicht wird.

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