Für die muntere Truppe (dieses Mal angereist mit dem Zug) ging es einmal durch das ganze Jahr. Folglich wurden am Samstagmorgen alle Kinder – insgesamt sind 13 Mädchen und Jungen mitgefahren – mit Wunderkerzen begrüßt, also dem Symbol, das in der Regel für den Jahreswechsel steht. Marlene Methfessel, Sebastian Methfessel und Ida Fleischer, das engagierte Leitungsteam, hatte den Morgenimpuls im Anschluss unter närrisches Vorzeichen gesetzt. Mit ihren karnevalistischem Ideen hatte die Gruppe richtig viel Spaß im Göttinger Land, dem Ziel ihrer Reise.
Im Frühling feiern wir Ostern – was machen Kinder dann gerne? Ostereier suchen, versteckt vor dem Haus: Eine tolle Chance gleichzeitig, die nähere Umgebung der Unterkunft kennenzulernen. Nach dieser süßen Überraschung war Kreativität gefragt. Jedes Zimmer suchte sich eine Jahreszeit aus und gestaltete dazu T-Shirts.
Die Messdiener als kirchliche Gruppe haben natürlich auch ein Herz für andere: Dieses Mal war die Tierwelt im Blick. Nach und nach entstanden besondere Insektenhotels, wobei sich zeigte, wie sehr die Gruppe zusammenhält – das Ganze funktionierte nur nämlich durch gegenseitige Unterstützung.
Die Jahreszeit wechselte nun zum Sommer. Die Wanderung durch Wald und hügeliges Gelände, der nächste Tagesordnungspunkt, hatte ein Ziel, das alle Teilnehmer bei Sonnenschein genossen. Das Freibad im Nachbarort lud zum Baden, Springen und Rutschen ein. Sommerliches Essen – Grillwurst mit Salat – schloss den ersten Tag ab.
Am Sonntag ging es dann weiter sportlich zu. Der Besuch der Boulderhalle war das nächste Highlight, wo sich alle richtig austoben konnten. Fast unbemerkt war dann in der Gruppe der Herbst ausgebrochen: Stimmig für diese Jahreszeit schaute man auf die Früchte und bereite zusammen einen leckeren Obstsalat zu, während es aus der Küche schon winterlich-weihnachtlich duftete: Leckere Kekse wurden gebacken. Als dritte Station konnten die Kinder Schlüsselanhänger mit Schrumpffolie basteln – versehen mit dem Logo der Messdiener. Mit bunten Farben glitzerte es nachher an vielen Hosen, Rücksäcken und Schlüsselbunden. Der vierte Programmpunkt war die Überleitung zum „Lagergottesdienst“ – mit Ideen zu den vier Jahreszeiten wurde eine Kerze schön verziert. Diese wurden dann angezündet, um gemeinsam Gott zu danken, zu bitten und seinen Segen zu erhalten. Der Gottesdienst zeichnete sich besonders dadurch aus, dass alle dazu beitrugen: Gebete wurden geschrieben, ein Kreuz „gezimmert“, Lieder herausgesucht, Fürbitten formuliert. Als Überraschung gab es dann Pizza zum Abendbrot. Wie an allen Tagesabschlüssen wurde das Lagerfeuer entzündet, ein Programmpunkt, auf den die Altardiener sich in jeder Freizeit besonders freuen. Und wieder standen Wunderkerzen im Mittelpunkt, denn das Jahr war nun um. Jeder Teilnehmer bekam wieder eine Wunderkerze und durfte berichten, was ihm oder ihr besonders gefallen hatte. Eine Menge Wunderkerzenmomente kamen zum Vorschein. Die Wunderkerzen waren selbstverständlich schnell verglüht und so gab es eine weitere kreative Idee vom jugendlichen Leiterteam: Schreibt einen Brief mit den Erinnerungen an die Freizeit an euch selbst. Ihr werdet ihn eines Tages wieder in den Händen halten und merken, was für besondere Tage allen im Sommer geschenkt wurden.
Zurückgekehrt in Bad Sassendorf gab es noch einmal auf dem Kirchplatz einen besonderen Applaus für ein wunderbares Leitungsteam, das eine Fülle an Einfallsreichtum und Engagement bewiesen hatte. Flankierend begleitet wurde das Ganze durch Nils Becker, Sven Jörg und Berthold Wester, die immer parat standen, wenn Hilfe gebraucht wurde, stets mit helfenden Händen mitten dabei waren, Fahrtdienste und mancherlei Aufgaben (auch im Stillen) bewältigten.