06.03.2025
Petrikirche Soest
Pastoraler Raum

„Farben des Lebens“ eine besondere Verbindung zwischen den Orten Soest und Taizé

Auf einen kostbaren Schatz in Soest machte vor einigen Wochen Christian Casdorff, evangelischer Pfarrer an St. Petri, aufmerksam und sorgte mit seinem Impuls zunächst für Verblüffung:

Im Gespräch mit Detlev Gethmann hatte er vom Projekt einfach leben gehört und wies auf etwas hin, dass selbst vielen Einheimischen nicht bekannt sein dürfte: In seiner Kirche gibt es zwei Fenster, die aus den Händen eines Bruders von Taizé stammen.

Diese Tatsache bot die Chance, das Fastenprojekt bereits in seiner Startphase ökumenisch aufzustellen. Schnell war auch ein versierter Kenner gefunden, so dass bereits einen Tag nach Aschermittwoch (dem Projektauftakt) die benachbarte Petrikirche ihre Pforten öffnete. Unter dem Leitwort „Farben des Lebens“ begrüßte am Eingang dort nämlich neben Detlev Gethmann Dr. Hermann Buschmeyer 25 interessierte Bürger, die diesem Geheimnis in ihrer Stadt auf die Spur kommen wollten. Begonnen wurde der Abend ganz bewusst im Eingangsbereich, wo der Referent mit zwei alten Ansichten zunächst in die Historie eintauchte. Vor 80 Jahren war das Gebäude arg geschädigt, so dass es Überlegungen geben musste, in welcher Form eine Renovierung geschehen sollte. Eine dunkle Zeit – wie der Fachmann eindrücklich schilderte. Beim Gang durch die Kirche stimmten alle Zuhörer deshalb passend gemeinsam das Taizélied „Im Dunkel unserer Nacht“ an. Beim zweiten Gesang („Christus, dein Licht“) war die Gruppe bereits im lichterfüllten Chorraum angekommen.

Das Gesamtkonzept der Fenster wurde nun deutlich – mit seinen biblischen Szenen aus dem Alten und Neuen Testament. Den Rahmen bilden die Taizéfenster, die Bruder Marc geschaffen hatte. Mit großem Interesse lauschten die Anwesenden den folgenden Schilderungen, die Briefwechsel aus den 60er Jahren und einige Pressenotizen enthielten. Aus dem damaligen Presbyterium gab es durchaus kritische Rückfragen zum außergewöhnlichen Design. Doch – so Buschmeyer – glücklicherweise konnten sich die Bedenkenträger nicht durchsetzen. Unter der Begleitung der Organistin Annette Arnsmeier wurde auf diese gute Fügung hin der Ruf „Laudate omnes gentes“ angestimmt.

Der derzeitige Gast aus Taizé – Frere Paolo – konnte zu den informativen Ausführungen ergänzen, dass sein Mitbruder Marc auch weitere Kirchenfenster kunstvoll gestaltet hatte, bevor er mit knapp 90 Jahren im letzten Jahr verstarb. Durch seine Kunstwerke hat er jedoch etwas Bleibendes hinterlassen und Soest darf dankbar sein, ebenfalls ein Erbe seines Könnens zu sein – so das Resümee eines interessanten Abends.

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