Ausgiebig wurden nämlich neben den inhaltlichen Blöcken die Turnhalle, das Schwimmbad und die Kegelbahn in Beschlag genommen. Im Zentrum der Tage stand jedoch etwas, das alle miteinander verband: Wir sind Messdiener. Schön zu sehen war es, wie sich nach den ersten Kennenlernspielen die Altardiener, die sich im Vorfeld nicht kannten, gut mischten. Aus St. Patrokli und der Pfarrei Heilige Familie hatten sie sich auf den Weg gemacht, um noch mehr über die Aufgaben eines Ministranten zu erfahren. Obwohl einige schon viele Jahre lang dabei sind, konnten sie noch viel Neues entdecken. Am ersten Abend ging es bereits in die beeindruckende Kirche von Hardehausen, die jünger war als die kleinsten Teilnehmer, wie die Gruppe mit Erstaunen zur Kenntnis nahm. Ein besonderer Tabernakel, ein lichtdurchfluteter Raum, eine interessante Anordnung von Altar und Ambo, die sich gegenüberstehen… All‘ diese Orte machen auch diejenigen neugierig, die in ihren Gemeinden eigentlich zu den Profis zu zählen sind. Versehen mit kleinen Impulsen zum Nachdenken, Mitmachen, Besinnen lud der Ort ein, ganz neu Kirche zu erleben – gemäß dem biblischen Vers: Kommt und Seht. Beim Lagerfeuer rückte die Gruppe dann noch weiter zusammen.
Der zweite Tag bot einen interessanten Einblick in das Thema Namenspatrone, zur Erinnerung gab es am Ende für jeden Altardiener eine ganz persönliche Urkunde. In ihr fand sich Wissenswertes rund um Ida von Herzfeld, den Apostel Jakob, die Heilige Mutter Anna, die Hl. Katharina u.s.f. – den jeweiligen Heiligen, deren Namen die Kinder seit der Geburt tragen und nun vielleicht ganz neu wahrgenommen haben. Bezug genommen wurde dabei auf die Geschichte des Samuel, den Gott berufen hat, wie er heute uns beruft. Am Nachmittag kamen alle beim Chaosspiel auf der grünen Wiese ins Schwitzen. Als Rätselaufgaben galt es Fragen rund um den Glauben zu beantworten, manche einfach, manche aber auch ganz schön „tricky“.
Der Sonntagvormittag stand ganz unter dem Thema, in dem die Ministranten ihre Kernkompetenz haben: die Gestaltung der Messe. Mit 20 Personen in eine unbekannte Kirche einzuziehen, ist schon eine Herausforderung, die geübt werden will. Bei diesem Publikum hatte Marc Henke selbstverständlich zudem keinerlei Schwierigkeit, die einzelnen liturgischen Dienste zu verteilen, die z.T. etwas anders abliefen als am Soester Dom oder in den Kirchen von Bad Sassendorf. Nach fleißigem Proben war es am Ende allerdings ein sehr feierliches Bild, als die gesamte Mannschaft entweder im Gewand oder in ihrer Messdienerkluft in die vollbesetzte Kirche einzog. Ein ordentliches Lob für ihr Engagement bekamen sie am Ende des Gottesdienstes durch den Pastor, der sich sichtlich über die Vielzahl der jungen Leute an seiner Seite freute. Nach dem Mittagessen ging dann zunächst der Daumen hoch für ein tolles Programm und es anschließend auf den Weg zurück an den Hellweg. Neben den Verantwortlichen vor Ort gilt ein Dank an die Eltern die Fahrdienste übernommen haben und an Nils Becker, der wieder mit viel Herzblut dieses Wochenende ehrenamtlich begleitet hat.
Was bleibt von dieser besonderen Auszeit? In den Köpfen der Altardiener sicherlich zahlreiche positive Momente und eine kleine Segenskerze, die sie an die Tage erinnern soll, aber auch durch das noch junge Schuljahr begleiten kann.