Aus dem Sauerland waren Mitglieder der Gruppe AGUS angereist, die es mit gefühlvollen Worten verstanden, ein Thema aus seiner Tabuzone zu holen. AGUS – dahinter verbirgt sich die Abkürzung für Angehörige um Suizid. Mit emotionalen Worten führten sie in die Fragestellung des Gottesdienstes ein, das Team der Kirche am See hatte dieses Mal die Überschrift: „Warum gehst du?“ gewählt. Die Gottesdienstbesucher horchten auf, als Zahlen, Daten und Fakten zu Beginn genannt wurden. Gleichzeitig erzählten die drei Frauen der Gruppe auch davon, was sie bewegt, was sie motiviert und was sie sich manchmal in der Situation (anders) von Außenstehenden erhofft hätten.
Zelebrant Ludger Eilebrecht (Foto) griff ihre Aussagen in seiner Predigt auf und lud mit weiteren Impulsen ebenfalls zum Nachdenken ein. Wie es bei der Kirche am See üblich ist, wurden zu den Fürbitten Lichter entzündet, das letzte Licht brannte für alle, an die gedacht wurde – die Verstorbenen, die Angehörigen, die Menschen, die sich derzeit in Krisensituationen befinden. Nach dem Schlusslied – musikalisch zeichnete neben Pastor Eilebrecht an der Gitarre vor allem die Gruppe Cantalino verantwortlich – standen die Gruppenmitglieder wie auch Vertreter des Seelsorgeteams aus dem Pastoralen Raum Soest noch zum Gespräch zur Verfügung.
Wenn wir auch nur bei einem kleinen Teil von Ihnen Sensibilität für unser Thema und all‘ die Betroffenen geweckt haben, war dieser Gottesdienst für uns ein Erfolg – resümierte die Gruppe am Ende der Messfeier.