… in aller Munde: Regina Pater und Martin Weimar, beide engagierte Mitglieder im Rat der Pfarreien, griffen bereits zum Eingang geschickt dieses Motiv auf, gingen dabei in ihrem persönlichen Dialog auf die Sorgen ein, stimmten aber vor allem hoffnungsvoll mit Blick auf die Chancen dieses innerkirchlichen Weges. Gerne knüpfte das Oberhaupt des Erzbistums an diese Gedanken an und brauchte für seine Ansprache gar nicht weit auszuholen: Seht auf diesen besonderen Ort am Möhneufer, der immer wieder Menschen zum Gottesdienst zusammenführt, ihnen segensreiche Impulse für den Alltag schenkt, blickt in besonderer Weise auf die zupackenden Gemeindemitglieder, die das Team der Kirche am See bilden, vor und hinter den Kulissen jede Woche tatkräftig wirken oder eben auch (an diesem Sonntag besonders spürbar) auf den Rat der Pfarreien, der wie die Gemeindeteams und Kirchenvorstände rund um die einzelnen Kirchtürme Zeit und Talente einbringt, pastorales Leben gestaltet und zahlreiche Projekte neu initiiert. Ohne über bestehende Ängste der zahlreich erschienen Gläubigen hinwegzugehen, die im Übrigen nicht nur aus dem Pastoralen Raum Soest, sondern zum Teil weit darüber hinaus angereist gekommen waren, fand der Erzbischof mutmachende Worte, diesen Prozess aktiv mitzugehen, mitzugestalten, mitzuwagen. Bei seiner Predigte schaute er sich auch dankbar nach hinten um, denn dort stand neben Pastor Ludger Eilebrecht und Jutta Ebbert eine große Schar junger Menschen, die für die Zukunft der Kirche stehen, die sie bereits heute wesentlich gestalten: Ausdrücklich lobte er am Ende der Messe das Engagement dieser zahlreichen Ministranten. Ein Gänsehaut-Moment erfüllte im direkten Anschluss der Ansprache alle Gottesdienstteilnehmer. Extra für diesen Anlass hatte Cornelia Schröer das bekannte Lied der Scorpions umgeschrieben: Ihr Wind of Change nahm die Ängste unserer Zeit auf, führte aber darüber hinaus weiter auf einen Weg, der Mut machte und Freude am Mitgehen weckte.
Bei dem Thema ist auch der Zusammenhalt der Menschen in den neuen Seelsorgeräumen wichtig – sinnbildlich verdeutlicht beim Vater unser, als bunte Girlanden gemeinsam gehalten und zum (Seelsorgeraum) Himmel gestreckt wurden. Vor dem Segen, somit kurz vor dem Ende eines sehr erfüllenden Gottesdienstes – was nicht zuletzt an den passenden Liedbeiträgen der Gruppe Connect lag –, ergriff noch einmal Ludger Eilebrecht das Mikrofon. In sehr persönlichen Worten stellte er noch einmal die Idee des Labyrinthes vor, das demnächst am Möhne-Ufer zu sehen und vor allem zu begehen sein wird. Vom See von Tiberias im Heiligen Land – dem Ort, an dem das Tagesevangelium spielte – hatte er diesen Gedanken vor über 10 Jahren zum Möhnesee mitgebracht, als er dort seine Stelle als Pastor antrat. Das Labyrinth ist kein Irrgarten, sondern führt zum Ziel, zu einer Mitte, in der Menschen sich selbst, den anderen, aber vor allem Gott begegnen können – welch ein schönes Bild für den Seelsorgeraum Himmel oder auch den zukünftigen Seelsorgeraum Hellweg.