Die Vielfalt der Menschen machte das ehrwürdige Gotteshaus zu einem fröhlichen, bunten Familienort. Sichtlich angetan waren Propst Dietmar Röttger und Gemeindereferentin Martina Neuhaus von dem großen Zuspruch, den diese Aktion gefunden hatte. In Gemeinschaftsleitung mit den sieben katholischen Kitas aus Soest und Möhnesee war es eine rundum gelungene Veranstaltung. In der Frühe hatten sich die jungen Familien mit den Erzieherinnen zunächst in den jeweiligen Kitas getroffen und dort zu Stift und Kreide gegriffen, um sich auf einer Papierrolle zu verewigen. Beeindruckende Kinder-Porträts waren das Ergebnis, das zeigte: Wie schön, dass wir alle so verschieden sind!
Bepackt mit den Kunstwerken ging es dann sternförmig auf Schusters Rappen Richtung Dom. Ungeduldig wartete dort schon jemand auf die nach einander eintreffenden Gruppen: Die Handpuppe Toni saß nämlich bereits im Altarraum und ihre Augen wurden immer größer, als sich die Reihen vor ihr mit bestens gelaunten Personen füllten. An die 250 Menschen nahmen in den Kirchbänken Platz. Tonis erste Aufgabe war es dann den neugierigen Kindern und ihren Eltern den Mann vorzustellen, der nicht nur den Dom, sondern auch die Jesus-Geschichten in- und auswendig kennt: Für dieses Mal hatte der Propst seinen jungen Zuhörern eine Geschichte herausgesucht, in der Jesus sich als besonderer Freund der Kinder zeigt, sie in die Arme schließt und sie segnet. Um zu zeigen, wie viele Kitas sich in der Kirche versammelt hatten, brachte jede Einrichtung zwei Bilder mit, die an Elmar, den bunten Elefanten, geheftet wurde. Auch Elmar hatten die Kinder im Vorfeld schon kennengelernt – ein Kinderbuch, in dem zum Ausdruck kommt, dass Verschiedenheit unsere Welt erst richtig schön macht.
Zu einem besonderen Highlight im Gottesdienst trugen dann jedoch noch einmal alle Teilnehmer bei. Sie wurden nämlich eingeladen, eine große Menschenkette zu bilden. Es gelang, dadurch den ganzen Dom zu füllen. Jedes Mädchen / jeder Junge blickte dabei mit Stolz vor sich, denn dort konnten die schön gemalten Bilder ausgestellt und präsentiert werden. Der kleine Impuls endete schließlich mit einem berührenden Segensgestus – berührend im doppelten Sinnen, denn alle Eltern waren eingeladen, sich schützend hinter Sohn oder Tochter zu stellen und die Arme so um sie zu legen, wie es einst Jesus in der Bibelstelle tat.
Im Anschluss lockte dann der bereits erwähnte Sonnenschein nach draußen, wo sich alle bei bestem Wetter im Kreuzgang und im Innenhof auf der Wiese versammelten. Die Kitas hatten dazu einen kleinen Snack vorbereitet, so dass die Aktion gemütlich auf Picknickdecken und frohgelaunt aufgrund der besonders geschenkten Familienzeit ausklingen konnte…