God is so good – diese Eingangshymne mag erstaunen, denn der Wortgottesdienst war gespickt mit zahlreichen Frauen, die unter Armut, Witwenschaft, Arbeitslosigkeit und weiteren Sorgen litten und damit eigentlich auch in völliger Perspektivlosigkeit durchs Leben gehen müssten. Doch gerade sie, die verschiedenen Bürgerinnen aus Nigeria, riefen mittels des Liedheftes den interessierten Zuhörern zu: God is good – denn trotz ihrer eigentlich verzweifelten Ausgangslage fassten die afrikanischen Damen Mut und fühlten sich gestärkt durch ihren Glauben.
Nacheinander traten sie – präsentiert durch kleine Rollenspiele – im Altarraum auf. Beispielsweise lernten die Kirchbesucher Beatrice kennen, die junge Witwe mit drei Kindern, die sich mit Frauen mit ähnlichen Schicksalen solidarisiert und mutig zurück ins Leben kämpft. Nigerianische Lieder, nachdenkliche Texte und eindrückliche Gebete bestimmten auch im Frühjahr 2026 die Liturgie der Weltgebetstages, die dank des Vorbereitungskreises – bestehend aus engagierten Frauen der katholischen und evangelischen Pfarrei – eindrücklich in Szene gesetzt wurde.
Im Anschluss konnten alle Teilnehmer sich zudem an den gedeckten Tisch im Bonifatiushaus setzen, wo ihnen ein nigerianisches Reisgericht serviert wurde. Dafür hatten die Frauen aus dem Team sich ebenfalls die Arbeit gemacht. Am Anfang des Gottesdienstes gab es wie üblich auch eine Landesinfo, somit gingen die Kirchbesucher nachdenklich nach Hause.
Viele Teilnehmer kommen jedes Jahr gerne und deshalb schauen sie nach dem traditionellen Schlussgesang – immer das Lied „Der Tag ist um“ – auf den Rücken des Begleitheftes, auf dem regulär das nächste Projektland angekündigt wird. Dabei stießen sie dieses Mal auf eine besondere Nachricht: Kein einzelnes Land steht im Zentrum des März 2027, sondern das internationale Komitee hat dann gemeinsam die Zügel in der Hand. Grund ist das 100jährige Bestehen der Bewegung. Feststeht aber schon das neue Motto: United in Prayer for Justice and Peace!