Stern

Geschmack des Friedens für die Welt

 

(Bild: privat)





In der frisch renovierten St. Bonifatius-Kirche in Bad Sassendorf haben die Eingangstüren einen besonderen Akzent erhalten. Im Glas der Türen finden sich die Symbole des Wappens von Bad Sassendorf, die mit Worten der Bibel in einen neuen Kontext gesetzt werden. Eines dieser Symbole ist der Sälzerstern. Es findet sich im Haupteingang als gravierte Salzkristalle wieder. Dazu liest der Eintretende ein Wort aus dem Markusevangelium: „Das Salz ist etwas Gutes. Wenn das Salz die Kraft zum Salzen verliert, womit wollt ihr ihm seine Würze wiedergeben? Habt ihr Salz in euch, dann haltet Frieden untereinander.“ Mk 9,50

Salz ist zum einen ein wichtiges Würzmittel, gleichzeitig aber lebensnotwendig für den Körper. Das Matthäusevangelium formuliert: „Ihr seid das Salz der Welt“. Das ist Zuspruch und Auftrag in gleichem Maße. Wir sind gefragt: welchen Geschmack bringen wir als Christen in diese Welt? Die für die Tür gewählte Formulierung aus dem Markusevangelium hat dafür schon eine Antwort: das Bibelwort unterstreicht den Gedanken des Friedens. Selbstkritisch gilt es zu fragen: verbreite ich diesen Geschmack des Friedens in meiner Art mit anderen umzugehen, zu reden, E-Mails zu schreiben, zu kommunizieren, zu diskutieren? Aktuell habe ich den Eindruck, dass wir uns hier auch in unseren innerkirchlichen Auseinandersetzungen zu sehr dem Geschmack der Welt nähern. Heißt: polarisieren statt zusammenführen, klare Kante zeigen statt hinhören, sich durchsetzen, statt Verschiedenheit zuzulassen. Wollen wir das wirklich? Ist das der Geschmack, den wir aus der Verbindung mit Christus heraus in die Gesellschaft bringen wollen und auch in unserer Kirche als Gemeinschaft leben wollen?

Das Salzwort am Eingang der Kirche in Bad Sassendorf wird uns immer wieder an den Frieden erinnern, wenn wir über die Schwelle in die Kirche treten. Es verheißt uns auch, dass dadurch die erlebte Gemeinschaft in der Kirche heilsam ist. So wie die Saline ein paar Meter weiter im Kurpark ein Ort des Heils für den Körper und den Atem sein will, so kann diese Kirche ein Ort des Heils für die Seele und die Gedanken sein, wenn wir diesen Frieden Christi bei uns erschmecken können. Dieser Frieden ist nie nur Produkt unserer Bemühungen, er ist immer auch Geschenk des Herrn selbst an seine Gemeinde. In jeder Eucharistiefeier erinnern wir uns an das Wort Jesu an seine Jünger: „Frieden hinterlasse ich euch, meine Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch.“ Vielleicht haben wir heute irgendwo diesen Geschmack seines Friedens auf der Zunge. Ich wünsche es Ihnen jedenfalls.

Es grüßt Sie herzlich

Dietmar Röttger

Ihr
Dietmar Röttger, Propst
Propst-Nübel-Str. 4
59494 Soest

Tel.: 02921/6710661
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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